Bis zu 20 Prozent Terminausfall im Impfzentrum

Zum einjährigen Jubiläum der Impfzentren in Rheinland-Pfalz war auch das Impfzentrum Kaiserslautern am 15. Dezember von 7.30 Uhr bis 21 Uhr geöffnet. Insgesamt 1.798 Impfungen wurden an einem Tag durchgeführt - so viele wie noch nie und 363 mehr als am bisherigen Rekordtag am 8. Mai. Das neue Rekord-Impfergebnis hätte jedoch noch viel deutlicher ausfallen können. Insgesamt waren nämlich 2.122 Termine für diesen Tag gebucht. Das bedeutet, dass 324 Personen ihren Termin ohne vorherige Abmeldung haben verfallen lassen. Seit Wiedereröffnung des Impfzentrums ist das leider Teil der täglichen Routine, wie Oberbürgermeister Klaus Weichel und Landrat Ralf Leßmeister erklären.

Um dem zu begegnen, sind die Impfkoordinatoren im Impfzentrum Kaiserslautern anhand der Erfahrungswerte der ersten Wochen inzwischen dazu übergegangen, im Terminbuchungssystem des Landes pro Tag mehr Termine anzulegen, als eigentlich Impfstoff zur Verfügung steht. Auf die Art gelingt es, die Vakzin-Reste am Ende des Tages relativ gering zu halten. Was dann noch übrigbleibt, wird nach zeitaufwändiger Suche anhand der Buchungslisten an Menschen verimpft, die bereit sind, ihren Termin vorzuziehen und spontan im Impfzentrum zu erscheinen. Was wiederum eine Umbuchung nach sich zieht.

Kinderimpfungen und Sonderimpftage

In dieser Woche, am 22. und 23. Dezember, werden im Impfzentrum Kaiserslautern an zwei Sonderimpftagen erstmals gemäß der neuen STIKO-Empfehlung Impfungen von Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren durchgeführt. Die Termine sind bereits ausgebucht.

Um möglichst vielen Menschen noch vor der flächigen Ausbreitung der Omikron-Variante einen höheren Impfschutz zu ermöglichen, wurden zudem an vier Tagen vor Jahresende (22., 23., 29. und 30. Dezember) die Öffnungszeiten des Impfzentrums bis 20:45 Uhr ausgedehnt. Die dadurch entstehenden zusätzlichen Terminslots ermöglichen es, allen rund 4300 Personen, die sich derzeit auf der Warteliste befinden, noch vor Neujahr ein Impfangebot bereitzustellen. Die Terminvergabe erfolgt auch für diese Sondertermine über das bekannte Terminbuchungssystem des Landes.

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